Ausrechnen und Test

Das Ausrechnen

So, jetzt wollen wir wissen, was passiert, wenn man Sau A und Bock B zusammen setzt. In der Regel verfolgt man ja ein Zuchtziel und setzt nicht zwei völlig unterschiedliche Tiere zusammen. Man muß also in den seltensten Fällen alle sieben  Teile ausrechnen, die meisten Zuchtpartner werden sich in vielen Faktoren schon ähneln. Zum Ausrechnen brauchen wir ein TicTacToe-Kästchen, wie ich oben schon angedeutet habe. So eins:

Man rechnet jetzt jeden Faktor einzeln aus, bei dem die Eltern nicht gleich und reinerbig sind. In die obere Zeile kommen die beiden Buchstaben des Vaters, in die beiden linken Kästchen kommen die beiden Buchstaben der Mutter. Die vier verbleibenden leeren Kästchen stehen für theoretische vier Babys, die geboren werden können. Jetzt nehmen wir zur Übung  mal an, daß ich Ivanka und Paparazzi verpaare. Einfach mal als Gedankenspiel. Ich möchte jetzt als erstes ausrechnen, ob die beiden mir Agoutibabys bringen werden. Beide sind Agoutis, also müssten sie ja auch Agoutibabys machen können. In den Formeln haben wir herausgefunden, daß beide jeweils Aa sind, wir fügen die Buchstaben oben bei Vater und links bei Mutter ein:

In den vier "Babykästchen" finden sich jetzt vier neue Paare zusammen, es rutscht jeweils der darüberliegende Buchstabe des Vaters und der linke Buchstabe der Mutter in diese Kästchen. Als Ergebnis haben wir ein Baby mit AA, zwei Babys mit Aa und ein Baby mit aa. Drei der Babys sind also agouti eines davon ist sogar reinerbig, aber man sieht natürlich von außen nicht welches. Ein Baby ist nonagouti. Jetzt gucken wir schnell zu E, Paparazzi hatte EE und Ivanka hatte epe:

Alle vier theorietischen Kinder würden die zweite Farbschicht vollständig zeigen und hätten keine Scheckung, würden aber in weiteren Verpaarungen durchaus ep oder e vererben können. Also sieht man bei allen drei Agouti-Babys eine Agouti-Farbe  im Fell. Das aa Baby wäre dann nur schwarz ohne agouti.

Wir haben drei hübsche Agoutikinder, aber was für Agouti? In welcher Farbe? Dazu rechnen wir jetzt aus, welche Farbe der Schwarz- bzw. Schokoreihe die Babys haben können und welche Farbe der Rotreihe, die dann durch das Ticking blinzelt. Erstmal gucken, ob die Kinder Schwarzreihe werden oder Schokoreihe. Paparazzi ist BB, Ivanka ist bb. das ist simpel:

Das war einfach, alle vier Babys werden Bb, gehören also zur Schwarzreihe, tragen aber schoko, das sie ggf. später selbst vererben können. Sie gehören zur Schwarzreihe, jetzt gucken wir, ob sie auch schwarz sind oder eine Verdünnung davon (okay, ich hab oben schon erwähnt, daß sie schwarz werden) . Paparazzi ist PP, Ivanka ist Pp:

 So, alle vier Kinder haben ein groß P, zeigen also unverdünntes Schwarz bzw. ein Agouti mit schwarz. Zwei Kinder können später theoretisch das kleine p vererben (wenn das man so leicht wär.....) . Nun gucken wir noch, welche Farbe durch das Ticking leuchtet, das wird spannend. Paparazzi hat Ccr und Ivanka hat cdcd:

So, zwei Babys haben Ccd und sind damit untendrunter rot. Mit agouti zusammen ergibt das goldagouti. Zwei Babys haben cdcr, das ist creme. Diese Babys wären also lemonagouti, auch schick. Das eine Baby, das kein agouti zeigt, hat dennoch untendrunter eine dieser Farben, rot oder creme, aber da man es nicht sieht, kann man nur orakeln. Später, wenn das Baby größer ist, kann man vermuten, daß es, wenn es ein cdcr ist, ein helleres schwarz zeigt, also eher ein sepia bzw. wenn es Ccd ist, ein normales dunkles schwarz.

Weißscheckung brauch ich Euch nicht im TicTacToe aufzeichnen und Schimmel auch nicht, Paparazzi und Ivanka haben beide ss, also können die Babys nur ss bekommen und haben somit Weißscheckung. Beide Eltern sind keine Schimmel, und somit sind die Babys es auch nicht, also allesamt rnrn.

Jetzt noch mal in Buchstaben. Nicht erschrecken, da kommen echt viele verschiedene Kombinationen bei raus, das ist ja auch der Grund, warum man erstens immer wissen sollte, wie die genetische Formel seiner Zuchtschweinchen aussieht und zweitens dementsprechend mit einem bestimmten Ziel vor Augen verpaaren sollte. Jedenfalls dann, wenn man auf eine bestimmte Farbe hinaus will. Denn wie ihr gleich seht, wären die Babys von Ivanka und Paparazzi wirklich in vielen genetischen Punkten ungleich und könnten untereinander so jede menge Farbe zeugen, wenn man sie untereinander verpaaren würde. Außerdem sieht man den Schweinchen ja optisch gar nicht an, welche von diesen Formeln sie nun wirklich haben, was eine Verpaarungsentscheidung noch schwerer machen würde, denn optisch fallen "nur" drei Sorten Babys:

goldagouti-weiß mit :   AA Bb Ccd Eep PP rnrn ss

oder                                        AA Bb Ccd Ee PP rnrn ss

oder                                       AA Bb Ccd Eep Pp rnrn ss

oder                                       AA Bb Ccd Ee Pp rnrn ss

oder                                       Aa Bb Ccd Eep PP rnrn ss

oder                                       Aa Bb Ccd Eep Pp rnrn ss

oder                                       Aa Bb Ccd Ee PP rnrn ss

oder                                       Aa Bb Ccd Ee Pp rnrn ss

lemonagouti-weiß mit: AA Bb cdcr Eep PP rnrn ss

oder                                       AA Bb cdcr Ee PP rnrn ss

oder                                       AA Bb cdcr Eep Pp rnrn ss

oder                                       AA Bb cdcr Ee Pp rnrn ss

oder                                       Aa Bb cdcr Eep PP rnrn ss

oder                                       Aa Bb cdcr Ee PP rnrn ss

oder                                       Aa Bb cdcr Eep Pp rnrn ss

oder                                       AA Bb cdcr Ee Pp rnrn ss

schwarz-weiß mit:      aa Bb Ccd Eep PP rnrn ss

oder                                      aa Bb Ccd Ee PP rnrn ss

oder                                      aa Bb Ccd Eep Pp rnrn ss

oder                                      aa Bb Ccd Ee Pp rnrn ss

oder                                      aa Bb cdcr Eep PP rnrn ss

oder                                      aa Bb cdcr Ee PP rnrn ss

oder                                      aa Bb cdcr Eep Pp rnrn ss

oder                                      aa Bb cdcr Ee Pp rnrn ss

 Hossa. Das ist übel......also nicht nur, daß viele dieser Kombinationen züchterisch wenig Sinn machen (höchstens für so verzweifelte Sonderfarbenzüchter wie mich*lol*) es sind auch einfach unerhört viele. Es würden zwar optisch nur drei Sorten Babys fallen, goldagouti-weiß, lemonagouti-weiß und schwarz-weiß, aber man sieht diesen Kindern nicht an, welche der 8 Formeln sie in sich tragen. Reine Lotterie. Ich wollts der Vollständigkeit einmal gezeigt haben, ich hoffe, es verwirrt Euch jetzt nicht so sehr. Ich hab gleich mal die Schrift kleiner gemacht...

Aber so gehts: Formel der Eltern bestimmen und dann Buchstabe für Buchstabe in den TicTacToe-Kästchen die möglichen Babys ausrechnen. Ich denke, das mit den TicTacToe-Kästchen ist idiotensicher, wenn man erstmal die Formeln der Eltern raus hat. Dafür hierzu noch ein paar...

 

 

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Übungen

Der größere Knackpunkt ist wohl, die Formeln der Eltern richtig rauszufinden. Ich präsentiere Euch mal ein Schweinchen und ihr dürft es selbst errätseln, wie die Formel dazu ist. Ich nehme........Franz:

 

 

 

Franz ist beige-gold-weiß

Franz Mutter ist schoko-buff-weiß

Franz Vater ist gold-weiß

Franz zeigt kein agouti, er zeigt eine Farbe, in der man das agouti sehen können müsste, aber da ist nix. Sein A-Faktor lautet : aa

Das beige von Franz gehört zur Schoko -Reihe, Franz B-Faktor heißt: bb

Franzis Farbe der Rotreihe ist gold, also hat er schon mal ein C, seine Mutter ist buff, also muß er von ihr ein cd geerbt haben und ist im C-Faktor : Ccd

Franz ist gescheckt, er hat also ep, sein Vater ist rot-weiß, er war also ee und kann Franz nur ein e mitgegeben haben, Franz ist beim E-Faktor:epe

Franz zeigt stark verdünntes schoko, nämlich beige, er ist beim P-Faktor : pp

Franz stammt aus verantwortungsvoller Rassezucht und ist kein unerkannter Schimmel oder Dalmatiner, sein Rn-Faktor lautet: rnrn

Franz hat Weißscheckung, er hat beim S-Faktor : ss

Seine gesamte Formel lautet also : aa bb Ccd epe pp rnrn ss

(wenn ihr den Text markiert, dann seht ihr die Lösungen, aber selber denken macht schlau)

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Noch eins: Gaia

 

 

Gaia ist safran-weiß

Gaias Mutter ist buffagouti-buff-weiß

Gaias Vater ist beige-safran-weiß

 

Gaia zeigt keine Fellfarbe der Schoko- oder Schwarz-Reihe, an der man ein Agouti erkennen könnte. Allerdings ist ihre Mutter ein Agouti und könnte ihr theoretisch ein A vererbt haben. Ihre Mutter haben wir oben schon kennengelernt: Ivanka. Ivanka hatte Aa, sie kann also Gaia ein A oder ein a vererbt haben, sehen kann man das aber an Gaia selbst nicht. Gaias Vater ist nonagouti, von ihm hat sie ein a geerbt. Ihr A-Faktor lautet deswegen: *(A/a)a

Gaia ist aus zwei Tieren der Schoko-Reihe gefallen, darum muß ihr B-Faktor bb lauten.

Gaia zeigt schönes safran, ihr C-Faktor ist daher : cdcd. Gaias Eltern haben ebenfalls beide nur cdcd, sie hätte also gar keine andere Farbe der Rotreihe kriegen können.

Gaia ist safran-weiß, sie zeigt also nur die unterste Farbschicht ( plus Weißscheckung), ihr E-Faktor lautet daher: ee. Da beide Eltern gescheckt sind, kann man übrigens auch direkt rückfolgern, daß die Formel der Eltern jeweils epe ist, weil Gaia von jedem ein e geerbt haben muß. Ganz theoretisch könnte es sein, daß Gaia beige-safran-weiß ist und daß die Weißscheckung genau über dem beige liegt. Das wäre nicht unmöglich. Allerdings sieht sie aus wie ihre Oma väterlicherseits, und ich weiß, daß in beiden Linien e drinsteckt, daher ist es für mich bewiesen, daß sie safran-weiß ist. Íhr seht, es schadet nicht, die Linien zu kennen.

Gaia hat pinke Augen, ihre "verdrängte" Farbe der Schoko-Reihe ist also stark verdünnt, ihr P-Faktor lautet: pp

Gaia ist kein Schimmel, kommt sie doch aus einer seriösen Zucht ;-), sie hat also : rnrn

Gaias weißes Fell kommt weder von Schimmelung noch von einem C-Faktor, denn da zeigt sie ja bereits safran, sie hat also def. Weißscheckung mit dem Faktor : ss

Gaias vollständige Formel lautet: * (A/a)a bb cdcd ee pp rnrn ss

(auch hier findet ihr die Lösungen durch markieren)

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Okay, weils so viel Spaß macht, hier noch eine :-),  Pretty Please:

 

 Pretty ist goldagouti-rot-weiß

Prettys Vater war schoko-gold-weiß

Prettys Mutter : Farbe unbekannt

(ja, sowas kommt auch mal vor, wenn               Zucht(!)tiere nicht aus D kommen)

 

Pretty ist ein Agouti, also hat sie A. Da ihr Vater definitiv kein Agouti hatte, muß sie das Agouti von ihrer Mutter geerbt haben, die wir nicht kennen. Von ihrem Vater kann Pretty nur ein klein a geerbt haben, also ich sie beim A-Faktor : Aa  . Dazu kann ich gleich mal sagen, daß sie in zwei Würfen mit nonagouti Partnern bisher trotzdem reihenweise Agouti-Babys gebracht hat, jedes Baby, das in Fell hätte agouti zeigen können, hat es auch gezeigt, obwohl sie ja auch klein a hätte vererben können. Statistik ist also oft auch Sache für die Katz. Darum nützt es auch überhaupt nichts auszurechen, ob die Chance für ein bestimmtes Baby nun 14,7% oder 23,4% beträgt, es genügt zu wissen, daß eine Chance besteht. Mir jedenfalls.

Pretty gehört mit ihrem goldagouti zur Schwarz -Reihe. Sie hat also ein groß B. Das muß sie ebenfalls von ihrer Mutter geerbt haben, denn vom Vater kann sie nur ein klein b bekommen haben, sie ist beim B-Faktor also : Bb .

Pretty zeigt gold/rot, also ist sie C. Was dahinter steht, sieht man ihr nicht an. Sie hat aber in zwei Würfen mit jeweils einem cdcd Partner nur Babys gebracht, die gold/rot gezeigt haben. Das legt relativ nahe, daß sie reinerbig CC ist. Ich schreibe ihr daher beim C-Faktor auf : C*(C) .

Pretty ist gescheckt, sie zeigt goldagouti und rot. Sie hat also ep . Da sie mir schon zwei gold-weiße Babys gebracht hat, muß sie an diese ja ein klein e vererbt haben, daher hat sie beim E-Faktor : epe .

Prettys schwarz vom goldagouti ist nicht verdünnt, sie hat also  groß P . Da sie mir zweimal in Verpaarung mit einem pp Partner keinerlei verdünnte Kinder gebracht hat, stufe ich sie erstmal als relativ sicher reinerbig ein und gebe ihr beim P-Faktor P*(P)

Kein Schimmel kennt ihr schon, also : rnrn

Pretty zeigt Weißscheckung, also hat sie : ss

Die gesamte Formel lautet: Aa Bb C*(C) epe P*(P) rnrn ss

(markieren, wisst ihr ja, aber erst nachdenken, dann nachschauen)

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Hilfe, mir ist da was gefallen........

Blöd. Ansich ist das ja dann oft der Grund, warum man sich näher mit Farbgenetik befasst, nämlich dann, wenns brennt, wenn in einer Verpaarung irgendwas gefallen ist, womit man gar nicht gerechnet hat. Und man weiß nun nicht, kann ich damit trotzdem für mein Farbziel weitermachen oder nicht? Blöd, weil dieser Abschnitt nun hier ganz unten als letztes steht, obwohl er doch manchmal das erste ist, was man wissen will: warum fällt das da?

Nun, leider ist es einfach so, daß man um den ganzen Kram da oben nicht drunrumkommt, wenn man wissen will, was so alles in seinen Tieren steckt und was da fallen kann oder warum es fällt. Darum, als Wink mit dem Zaunpfahl: hier unten.  Trotzdem gebe ich Euch hier mal ein  Beispiel und zeige, wie die TicTackToe-Kästchen quasi rückwärts funktionieren. Anastasia:

 

Anastasia ist  lilac-weiß

Anastasias Vater war silberagouti-weiß

Anastasias Mutter war silberagouti-weiß

Ja, da hat die Züchterin damals nicht schlecht gestaunt, als da so ein kleines Rotauge im Nest lag. Aber wie kam das?

Vergleichen wir die beiden Farbformeln, die sich soweit von Anastasias Eltern und von Anastasia selbst herleiten lassen:

Anastasia ist kein agouti, also aa, sie ist aus der Schwarzreihe, also B*, das lilac ist so klar, daß ich stark BB vermute, sie ist aus zwei silberagouti gefallen, die beide crcr waren, also ist sie auch crcr, sie ist einfarbig lilac mit Weißscheckung, also E* und ss (theoretisch könnte sie auch ep sein, denn die Scheckungsfelder wären ja ebenfalls weiß ) und sie zeigt die größtmögliche Verdünnung also pp und ist kein Schimmel, die Formel lautet: aa BB crcr E/ep* pp rnrn ss

Der Stammbaum der Eltern gibt zunächst erstmal nicht weiter her als jede Menge silberagouti-weiß, weiter hinten ist auch mal ein schwarz-weiß, also nonagouti.

Ich schreibe jetzt mal auf, wie ein reinerbiger Silberagouti-weiß  aussehen würde und schreibe Anastasias Formel darunter, dann schauen wir, wo sie sich unterscheiden:

AA BB crcr  EE       PP rnrn ss        reinerbiger Silberagouti

aa  BB crcr  E/ep* pp rnrn ss       Anastasia

Die drei Faktoren, in denen ein Unterschied besteht sind A, E und P, wobei E grad zu vernachlässigen ist, weil er für die Optik von silberagouti-weiß und lilac-weiß jetzt keinen Unterschied macht. Ich gehe aber stark davon aus, daß Anastasia EE ist. Gut, gucken wir zu A und P, dazu machen wir TicTacToe rückwärts:

Beide Eltern müssen ein groß A haben für agouti, da sie ja offensichtlich Agoutis sind, Anastasia hat zwei kleine a, beide Eltern müssen also jeweils nonagouti getragen haben und können auch in  folgenden Verpaarungen mit anderen Partnern, die aa sind oder a tragen, Nonagoutibabys bringen. Anastasia hingegen wird nie Agouti vererben, auch wenn ihre beide Eltern silberagouti waren. Da müsste schon ihr Partner wieder das groß A mitbringen. P:

Anastasia ist pp, weil sie stark aufgehellt ist, von schwarz zu lilac. Die Eltern waren beide Silberagouti, sprich schwarz-weiß-agouti, also hatten sie mindestens ein großes P. Sie müssen Anastasia jeweils ein klein p vererbt haben, waren also selbst Pp. Die Elten können untereinander oder mit anderen p-Trägern wieder Lilac zeugen, Anastasia hingegen kann zwar mit einem anderen Silberagouti-Partner wieder silberagouti bringen, jedoch wird sie von ihrer Seite immer das klein p und auch das klein a vererben. Alle ihre Kinder werden also Lilacträger und Nonagoutiträger.

Die Formel der Eltern lautet also: Aa BB crcr E/ep* Pp rnrn ss

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FAQ

1. Was ist reinerbig? Reinerbig sind Tiere auf den Faktoren, bei denen die Buchstaben doppelt vorkommen, z.B. AA, BB, pp, ss ect. Reinerbige Tiere können also immer nur denselben einen Buchstaben vererben, das macht viele Verpaarungen einfach.

2. Was ist mischerbig? Mischerbig ist ein Tier auf Faktoren, bei denen es zwei verschiedenen Buchstaben hat. Manchmal sieht man nur den "dominanten" Buchstaben, z.B. bei Pp, manchmal sieht man beide Buchstaben, z.B. bei cdcr, also creme. Creme ist immer mischerbig.

3. Was ist ein Träger? Ein Träger ist ein Tier, daß zwei verschiedene Buchstaben einer Sorte hat und man optisch nur den dominanteren Faktor sehen kann. Den zweiten kleineren Buchstaben kann es dennoch genauso vererben wie den dominanten. Beispiel: Ss, das Tier hat optisch keine Weißscheckung, kann sie jedoch vererben. Trägertiere sind mischerbig.

2. Was sind Vollfarben? So nennt man die jeweils dominante Ausführung der Faktoren B, C und P, also ein Schweinchen, das schwarz (mit E), schwarz-rot (mit ep) oder rot ((mit ee) ist. Vollfarbenzüchter wünschen sich diese drei Faktoren reinerbig, also BB CC PP.

5. Wo ist der Unterschied zwischen rot und gold? Rot und gold sind beide groß C, rot hat jedoch schwarzes Pigment, also BB PP und gold hat schoko Pigment bb PP. Tritt C in anderen Kombinationen wie slate, coffe, lilac oder gold auf, heißt es immer gold. Gold ist etwas oranger als rot.

6. Wofür stehen die * Sterne? Die Sterne sind Platzhalter. Jeder Buchstabe tritt pärchenweise auf, allerdings kommt man manchmal selbst durch gute Stammbaumanalyse oder durch den Phänotyp des Schweinchens ansich nicht auf den zweiten Buchstaben, manchmal sogar nichtmal auf das ganze Pärchen. Z.B. : wir haben ein schwarzes Schweinchen mit Weißscheckung. Wie soll man wissen, welche unterste Schicht es hat? Man kann durch das schwarz ja nicht hindurch sehen, und wenn der Stammbaum nichts hergibt, dann schreibt man lieber ehrliche Sternchen. Allerdings könnte man bei einem schwarz-weißen schon mal Himalaya  und Marder ausschließen, das würde man am Schwarz erkennen. Das Schweinchen hätte also zumindest kein ca. Man würde dann die optionalen oder stark vermuteten Faktoren in Klammern schreiben, in diesem Fall: aa   B*   **(C/cd/cr)   E*   P'*   rnrn   ss

7. Warum fallen Farben manchmal so unterschiedlich aus?  Farben sind manchmal kräftiger und intensiver und manchmal heller und fader. Das kann verschiedene Gründe haben: Einmal können Trägereigenschaften dafür verantwortlich sein, z.B. kleine c's oder kleine p's, die hellen das gesamte Schwein gern mal mit auf. Außerdem gibt es (mindestens) einen Faktor, der bestimmt, wie viele Pigmente ein Schweinchen pro Haar hat, und die mit weniger Pigmenten pro Haar sind dementsprechend weniger intensiv gefärbt. Im  Langhaar hellt jede Farbe etwas auf, da sich die Pigmente ja auch mehr cm Haar verteilen müssen. Hier hat man also doppelt schwer zu kämpfen, um farbintensive Schweine zu ziehen.

9. Der Stammbaum stimmt nicht. Ihr habt eine Schweinchenformel ausgrerechnet und das Schwein passt nicht zum Stammbaum? Ja, kommt, vor und auch nicht selten. Farbgenetik via Internet gibt es noch nicht lange, darum wurden früher viele Stammbäume per Auge geschrieben. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß dies besonders bei Sonderfarben eine never ending Story ist, aber je fitter ihr selbst seid, umso sicherer könnt ihr die Stammbäume korrekt weiterführen.

10. Woher weiß ich, welche Trägereigenschaften mein Zuchtschwein hat? Selbst wenn der Stammbaum augenscheinlich völlig homogen ist und immer nur dieselben Farben verpaart wurden, können trotzdem versteckte Trägereigenschaften lauern, die längste "mitgeschleppte" Trägereigenschaft, von der ich gehört habe, war nach 7 Jahren Linienzucht aufgetreten (!!!). Es kann sich aber immer nur hinter einem "dominanten" Buchstaben, also das sind die Großbuchstaben sowie ar, at, ep und pr, ein kleinerer Buchstabe anhängen, nie umgekehrt. Da wir aber pro Faktor nur zwei Buchstaben haben, kann sich zumindest immer nur ein "unbekannter" einschleichen, ein schwarzes Tier (P*) kann  also nicht slateblue (pr) und lilac (p) tragen, das wäre dann ja P pr p, sondern allenfalls eines von beidem. Trägereigenschaften, die man vom Stammbaum nicht herleiten kann, kann man nur herausfinden, wenn mal ein Ü-Ei fällt oder man gezielte Testverpaarungen setzt.

 


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